Leider ist es nicht ganz billig, wenn man sich vor den finanziellen Einschränkungen einer Berufsunfähigkeit schützen will, denn die Beiträge sind meist hoch.
Je höher die individuellen Risiken ausfallen und je stärker der Kräfteverfall ist, der mit dem ausgeübten Beruf verbunden ist, desto teuer wird es für den Versicherten.
Daher ist es nicht verwunderlich, dass viele Arbeitnehmer nach dem Motto verfahren: “Es wird mir schon nichts passieren!“ und keine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen.
Doch hier liegt der grundsätzliche Fehler, denn wer am falschen Ende spart, steht im Schadensfall mit leeren Händen da. So sollte jeder das Ziel verfolgen, sich wenigstens über einen gewissen Zeitraum gegen Engpässe abzusichern.
Denn die Gefahr, krankheitsbedingt und unfreiwillig aus dem Berufsleben aussteigen zu müssen, ist immer präsent. So ist bereits jeder vierte Arbeitnehmer davon betroffen und wer dann nicht rechtzeitig Vorsorge betrieben hat, muss mit der gesetzlichen Erwerbsminderungsrente auskommen. Dabei gehört eine Berufsunfähigkeitsversicherung in jeden Haushalt- und dies so selbstverständlich, wie eine private Haftpflichtversicherung auch.
Zu den Gründen, die zu den hohen Monatsbeiträgen führen gehört unter anderem, dass die Wahrscheinlichkeit, krankheitsbedingt ausscheiden zu müssen, permanent zunimmt. Wer sich einen Rumdumschutz wünscht, sollte den Schutz bis zum Ende der Lebensarbeitszeit ausweiten lassen, also bis zum 67 Lebensjahr.
Erscheinen die Kosten hierfür zu hoch, sollte der Antragsteller wenigstens einen zeitlich begrenzten Schutz ins Auge fassen.
Dazu gehört die Zeit, die mit den größten finanziellen Verpflichtungen behaftet ist.
Beispielsweise kann man sich für eine Police entscheiden, die bis zum 50. Lebensjahr läuft. Auf diese Weise lassen sich bei den meisten Versicherern bis zu 40 Prozent an Beiträgen einsparen. Dies wird vor dem Hintergrund ermöglicht, dass viele Versicherungsfälle jenseits der 50 Jahre eintreten und mit Rentenzahlungen verbunden sind. Entscheidet man sich für diese zeitliche Begrenzung, minimieren sich naturgemäß die Risiken für die Berufsunfähigkeitsversicherung, in Anspruch genommen zu w erden.
Wer sich für diese günstige Variante entscheidet, ist jedoch dann abgesichert, wenn noch die Ausbildung der Kinder zu finanzieren ist, oder ein Hypothekendarlehen abgezahlt werden muss.
Hat man erst die 50 Jahre überschritten, sind viele finanzielle Posten bereits weitestgehend „erledigt“.