Attraktive Tages- und Festgeldangebote erschweren dem Verbraucher die Entscheidung zugunsten einer Bank.
Schließlich klingen hohe Zinsangebote für ein täglich verfügbares Konto verlockend, doch gilt es auch besondere Kriterien dabei zu beachten.
In der Regel sind mit der Einrichtung eines solchen Kontos auch Bedingungen geknüpft, die der Kunde erfüllen muss. Wer von den Top- Zinsen profitieren will, muss in der Regel ein Neukunde sein. Zudem begrenzen viele Banken den in Aussicht gestellten Zinssatz auf eine bestimmte Höhe. Wer mehr Geld auf sein Konto packen will, erhält für die Anlagesumme, die daüber hinaus geht, einen niedrigeren Zins. Oftmals muss ein Depot eröffnet werden, dessen Kosten vom Sparer getragen werden. Erlassen werden diese lediglich, wenn auf dem Konto eine entsprechend hohe Summe verbucht ist. Dabei sind Strategien dieser Art keine Einzelfälle und viele Banken verfolgen das Ziel, mit Top- Zinsen neue Kunden zu werden und gleichzeitig zu binden. Gerechnet wird damit, dass der Kunde auch alle anderen Angebote des gewählten Kreditinstitutes nutzt, selbst wenn der Superzins abgelaufen ist.
Daher macht es immer Sinn, nicht nur aktuell günstige Angebote zu nutzen, sondern auch die Hintergründe abzuchecken.
Derjenige Anleger, der nur ein gut verzinstes Tagesgeldkonto benötigt, sollte sich nicht dazu verleiten lassen, kurzfristige Lockangebote zu nutzen oder gar Kombiangebote zu vereinbaren.
Oftmals werden kurzfristige Zinsofferten mit einer beim Vertragsabschluss nicht absehbaren Gesamtverzinsung kombiniert. Auch verärgern sogenannte Zinstreppen viele Kunden, die anfangs nicht die Taktik des Geldgebers einkalkulieren. So werden drei oder vier gestaffelte Zinsstufen angeboten, die nach dem jeweiligen Anlagebetrag unterteilt sind. Je höher der angelegte Geldbetrag, desto höher wird der Zins offeriert. Doch viele Anleger wissen nicht, dass sich das Superangebot nicht auf die Gesamtsumme bezieht, sondern nur auf einzelne Anlagestufen begrenzt ist.