Immobilienfonds sind von Haus her keine Renditeknaller aber zumindest eine sichere Geldanlage. Doch nachdem sich Anbieter an den Wirkmechanismen zu schaffen machten, mussten während der Konjunkturtiefs viele Immobilienfonds schließen.
Offene Immobilienfonds gibt es seit nunmehr fünfzig Jahren und die Finanzbranche spricht in diesen Zusammenhang von einer unvergesslichen Erfolgsgeschichte. Doch nicht alle sehen dies so positiv. So sind offene Immobilienfonds darauf angelegt, dass die Anteilseigner zu jeder Zeit Geld investieren aber auch wieder abführen können. Im Oktober 2008 kippte dieses Privileg, als zwölf Fonds schließen mussten und die Anleger seitdem nicht mehr an ihr Geld kommen. Durch stetige Abwertungen verlieren die Anteile an Wert und damit ihre Investoren auch beständig einen großen Teil ihres Vermögens.
Dabei sah die ursprüngliche Idee so aus, dass langfristig in Immobilien angelegtes Geld selbst dann noch Rendite erwirtschaftet, wenn Aktienmärkte bereits einbrechen. Somit ist dies eine vermeintlich sichere Geldanlage, hätten Anbieter nicht damit angefangen Marktzyklen zu manipulieren, wie bspw. den Fonds Aktien beizumischen, um die Rendite aufzupeppen. Risiken wurden kurzerhand vom Tisch gewischt und eine Kontrolle der Gelder erfolgte einfach nicht. Dabei wurde den Anlegern die tägliche Auszahlung garantiert, obwohl die Gelder langfristig angelegt wurden. Diese attraktiven Konditionen nutzten die Kunden aus und investierten zuhauf in Fonds. Fondsgesellschaften versäumten während dieser Phase allerdings, Beschränkungsmaßnahmen, um großen Mittelabflüsse in kurzer Zeit zu verhindern, einzuführen. Und so führte der Konjunktureinbruch letztendlich auch dazu, dass viele offene Immobilienfonds schließen und Anleger herbe Verluste hinnehmen mussten.