Die häufigsten Irrtümer über die Berufsunfähigkeitsversicherung sind „das trifft mich nicht“ oder „was der Staat zahlt, das genügt“ oder auch „das brauche ich noch nicht“. Doch in Wirklichkeit ist die Berufsunfähigkeitsversicherung wichtiger, als die meisten denken:
Das Risiko einer Berufsunfähigkeit, ist sehr hoch. Fast jeder zweite männliche Berufsanfänger (43%) wird bis zum Rentenalter berufsunfähig. Wird das Alter nicht mit berücksichtigt, trifft die Berufsunfähigkeit statistisch jeden Vierten bis Fünften.
Tatsächlich reichen auch die Leistungen des Staates nicht aus. Die staatliche Berufsunfähigkeitsversicherung gibt es nicht mehr. Wen das Schicksal trifft, der erhält in diesem Fall gar nichts, wenn er nach 1961 geboren ist. Kann man seiner Arbeit aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr nachgehen, muss man solange in anderen Berufen arbeiten, bis man keine 6 Stunden mehr dazu in der Lage ist. Ob dieser Job zumutbar oder schlechterer bezahlt wird, ist nicht relevant. Erst bei weniger als 6 Stunden Restarbeitszeit gibt es die Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung. Das ist die Hälfte der vollen Rente wegen Erwerbsminderung (bei weniger als 3 Stunden), die jedoch auch längst nicht ausreicht, um den Einkommensverlust wett zu machen.
Die Berufsunfähigkeit kann auch in jungen Jahren zuschlagen. Wer erst später abschließt, muss jedoch nicht nur mit dem Risiko der Schutzlosigkeit leben, sondern dann auch höhere Beiträge zahlen. Bei Vorerkrankungen wird es zudem schwerer, überhaupt versichert zu werden. Ablehnung, Risikozuschlag oder Ausschlüsse sind möglich.
Die private Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt im Gegensatz zur staatlichen Erwerbsminderungsrente bereits die vollständige, vereinbarte Rente, sobald man in seinem Beruf nur noch zu 50 % arbeiten kann. Eine Staffelung (z.B. geringere Rente bei geringerer Beeinträchtigung) ist ebenfalls möglich. Eine Verweisung auf andere Berufe ist hier nicht mehr