Die Naturkatastrophenbilanz des Rückversicherers Munich Re hat gezeigt, dass es im sogenannten Katastrophenjahr 2010 besonders viele Todesopfer und hohe Belastungen für die Volkswirtschaften gab.
Das Jahr 2010 hatte mit 950 Naturkatastrophen so viele schreckliche Stürme, Überschwemmungen, Erdbeben und andere Ereignisse über die Menschen gebracht, wie kaum in den letzten Jahrzehnten. Zwar waren es 2009 auch 900, jedoch kosteten sie dieses Jahr weit mehr Menschenleben und auch die wirtschaftlichen Folgen waren wesentlich schwerwiegender.
Die Versicherer selbst hatten weniger Kosten als befürchtet, denn ihre Schadensfälle hielten sich einigermaßen in Grenzen. Das liegt daran, dass viele Haushalte nicht ausreichend gegen Katastrophen versichert sind. Es genügt meist nicht, nur eine Gebäudeversicherung zu haben. Denn diese leistet, bis auf die Ausnahme von alten DDR-Policen, nicht bei Schäden durch Überschwemmungen bzw. Hochwasser, sondern nur gegen Leitungswasserschäden und andere „normale“ Haushaltsrisiken, wie Brand, Blitzschlag, Sturm und Hagel. Mehr Schutz bietet die Elementarversicherung bzw. die Elementarschaden-Erweiterung der Hausrat bzw. Gebäudeversicherung. Dann sind auch die Gefahren von Erdrutsch, Lawinen, Erdbeben, Überschwemmung/Hochwasser und Schneedruck versichert.
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