Wer sich für einen Aktienfonds als Kapitalanlage entscheidet, hat sich für ein lukratives, aber nicht risikoarmes Investment entschlossen. Langfristig gesehen bilden die Aktienfonds die renditestärksten Investmentfonds. So sind die Erträge, die über einen längeren Zeitraum erreicht werden, sehr hoch. Allerdings muss hierbei zwischen 2 Dingen unterschieden werden, zwischen den Wertsteigerungen und den Dividendenzahlungen.
Ein Aktienfonds legt sein gesammeltes Kapital in Aktien von den verschiedensten Unternehmen an. Steigen die Kurse der einzelnen Aktien, so steigt auch der Kurs des gesamten Fonds und die Anteile des einzelnen Anlegers sind mehr wert als vorher. Dieser Weg geht aber leider auch in die andere Richtung, wenn die Aktien an Wert verlieren, so sinkt auch der Kurs des Aktienfonds. Auf lange Sicht gesehen, also bei einem Anlagehorizont größer als 10 Jahre, steigt aber der Kurs des Fonds. Aktien sind sehr volatil, d.h. ihre Kurse schwanken während der gesamten Laufzeit. Auch wenn der Kurs des Aktienfonds ständig schwankt, so sind die Anteile des Anlegers am Ende der Laufzeit immer mehr wert als am Anfang, als er sie gekauft hat. Auf entstandene Kursgewinne in einem Geschäftsjahr muss der Anleger keine Steuern zahlen, weil diese „Gewinne“ noch nicht realisiert wurden, also dem Anleger noch nicht zugeflossen sind. Bei einem Verkauf würde dieser Fall eintreten und die Steuern auf die Kurssteigerungen wären fällig. So war es nach dem alten Recht! Mit der Abgeltungssteuer, die seit 2009 gezahlt werden muss, haben die Anleger 25 % Steuer auf die Kursgewinne zu entrichten.
Zusätzlich zu den Kurssteigerungen kommen die jährlichen Dividendenzahlungen der Unternehmen an ihre Aktionäre hinzu. Aktienfonds sind auch Aktionäre an den Unternehmen und erhalten somit jährliche Auszahlungen von den Unternehmen, die die Fondsgesellschaften wiederum an ihre Anteilseigner weiterleiten. Diese jährlichen Dividenden muss der Anleger natürlich versteuern. Auch ein thesaurierender Aktienfonds bringt da keine Abhilfe. Die Abgeltungssteuer schlägt auch auf nicht auszahlende Investitionen voll drauf. Der Zinses-Zins-Effekt der bei dieser Anlagenart genutzt werden soll, wird dadurch natürlich erheblich abgeschwächt.
Aktienfonds gehören durch die Abgeltungssteuer durchaus zu den benachteiligten Anlagearten, dennoch lohnen sich langfristige Anlagen in Aktienfonds, da diese trotz Steuer, zu den Fonds mit der besten Performance zählen. Auf jeden Fall sollte jeder Anleger vor einer Investition einen Investmentfonds-Vergleich anstellen und eine unabhängige Fondsberatung beantragen.