Die Negativnachrichten wollen nicht abreißen. Seit Wochen gibt es nur noch ein Thema, die nicht enden wollende Schuldenkrise einiger europäischer Staaten. Verbraucher sind davon zunehmend verunsichert und fragen sich, was aus ihren Ersparnissen wird. Zwar müssen sie sich grundsätzlich keine Sorgen machen, sollten jedoch ihre Anlagen näher in Augenschein nehmen.
Besonders Anleger, die in Aktien oder Aktienfonds investiert haben, müssen derzeit starke Nerven bewahren. Das Auf und Ab an den Börsen ist nichts für Kurzentschlossene. Wer in starke Unternehmen investiert hat, die bereits seit Jahrzehnten gut dastehen, wird sich kaum Sorgen machen müssen. Anleger, die jedoch in Anteilsscheine von Versicherungen und Banken investiert haben, könnten kurzfristig unter Druck geraten, sollte ein EU-Land tatsächlich Bankrott gehen.
Besonders machen sich die Deutschen jedoch um ihre Altersvorsorge Gedanken. Diese Produkte sind in unterschiedlicher Art und Weise von dieser Situation betroffen. Während Riester-Produkte relativ sicher sind, da Anbieter garantieren müssen, dass die eingezahlten Beiträge verrentet werden, stehen Fondssparpläne und fondsgebundene Rentenversicherungen deutlich riskanter da. Kommt es krisenbedingt zu Verlusten an den Aktienmärkten, trägt dies allein der Kunde. Lebens- und Rentenversicherungen haben dagegen kein Kursrisiko, jedoch kann auch hier die Rendite durch die Krise künftig schmaler ausfallen. Ein Teil der Einlagen wird in festverzinsliche Wertpapiere investiert. Dabei handelt es sich um Fremdkapital für Unternehmen aber eben auch um risikobehaftete Schuldverschreibungen für krisengeschüttelte Länder wie Griechenland. Können diese Kredite nicht bedient beziehungsweise der Kredit nicht zurückgezahlt werden, dann bringt das die Versicherungsgesellschaften in deutliche Schwierigkeiten. Die Anleger verlieren jedoch nicht ihre gesamten Beiträge, da eine Auffanggesellschaft die Verträge bei Insolvenz übernehmen würde.
Anleger, die sich auf altbewährte Mittel, wie das Sparbuch verlassen, haben die sichersten Geldanlagen überhaupt. Zwar ist hier nur eine geringe Verzinsung möglich, jedoch sind die Einlagen bis zu 100.000 Euro abgesichert. Darüber hinaus greifen andere Sicherungssysteme.
Ebenso zu den nur wenig lukrativen Geldanlagen zählen Staatsanleihen. Lange galten diese ebenfalls als sicher, doch hier hat sich der Wind deutlich gedreht. Besonders Anleihen aus Krisenländer sind nur noch was für Anleger mit starken Nerven, die gern spekulieren. Wer hier jedoch auf deutsche Anleihen setzen, muss sich keine Sorgen machen, da Deutschland eine so gute Bonität aufweist, wie sonst kaum ein anderes Land.
Investitionen in Sachwerte liegen derzeit hoch im Kurs. Besonders Immobilien gelten als sicher. Doch die Entscheidung für eine Immobilienfinanzierung sollte nicht aus der Angst heraus getroffen werden. Auch hier gibt es Risiken, da Immobilien ebenfalls Wertschwankungen unterliegen. Darüber hinaus werden gerade momentan viele Objekte deutlich über Wert verkauft, was die Rendite deutlich schmälert. Ebenfalls hoch im Kurs steht Gold. Da dieses, genau wie Immobilien, im Wert schwanken kann, sollte man auch hier nicht sein gesamtes Geld anzulegen.
Der beste Schutz vor Verlust besteht darin, sein Vermögen möglichst weit zu streuen, um mögliche Verluste gering zu halten.